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AAL Living Lab

Intelligentes Wohnen – die Technik der Zukunft mitgestalten

Wie genau könnt ihr euch das AAL Living Lab nun vorstellen? Es handelt sich um 55 m2 Raum, bestehend aus Flur, Küche, Bad, Wohnzimmer, Schlafzimmer und Balkon - eine echte Wohnung eben. Optisch ist diese als ganz gewöhnliche Seniorenwohnung eingerichtet, mit dem Unterschied, dass sie über technische Unterstützungssysteme verfügt, die jedoch - soweit möglich - nicht ins Auge fallen. Von fahrbaren Kleiderstangen im Schrank über bewegliche Küchenmöbel bis hin zu Sturzsensoren mit automatischem Notruf sind zahlreiche Innovationen verbaut. Medizinische Vitaldaten, wie der Blutzuckerspiegel, der Blutdruck oder die Sauerstoffsättigung werden im Badezimmer erfasst. Mit direkter Datenübertragung können sie an den behandelnden Arzt gesendet werden.

Ambient-Assisted-Living – Technik für den Menschen

Die Unterstützungssysteme des Living Labs basieren auf der „Ambient-Assisted-Living”-Technik, die gesundheitlich eingeschränkten Menschen länger ein selbstbestimmtes Leben und damit eine höhere Lebensqualität ermöglichen soll. In unserer Forschungswohnung werden bestehende Systeme getestet, verbessert und neue Anwendungen entwickelt. Die beteiligten Studentinnen und Studenten erhalten nicht nur tiefe Einblicke in die komplexe Technik, sondern lernen im direkten Austausch verschiedene Fachgebiete kennen.

Doch nicht nur die funktionelle, sondern auch die menschliche Ebene ist hierbei von Bedeutung. Deshalb werden auch der tatsächliche Nutzen und die Grenzen von AAL in Bezug auf die Anwenderinnen und Anwender erforscht und berücksichtigt. Die Technik soll beherrschbar sein und für ältere Menschen in der Handhabung einfach bleiben.

Vernetztes Wissen

Das AAL Living Lab ist ein Gemeinschaftsprojekt der beiden Fakultäten „Elektrotechnik” und „Soziales und Gesundheit”. Es bietet nicht nur eine tolle Möglichkeit, hautnah zu forschen, sondern auch um Kontakte zu knüpfen. Die Forschungswohnung dient als Plattform für den Austausch und die Vernetzung von Wissen. Akteurinnen und Akteure aus Gesundheit und Pflege, Technik und Handwerk sowie aus Wohnungsbaugesellschaften, sozialen Einrichtungen, Politik arbeiten hier Hand in Hand.

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